Open Air Sommer auf der Glockenspitze:

„Udonaut“ liefert in Altenkirchen perfekte Lindenberg-Show

Man traut seinen eigenen Ohren und Augen nicht, als Leadsänger Dominik Feist von der Tribute-Band „Der Udonaut & die Paniker“ die Bühne betritt. Ob das der richtige Udo Lindenberg ist? Die volltönende, leicht nasale Stimmfarbe, die locker-lässige Gestik und Mimik, ja selbst die Socken- und Armbandfarben gleichen aufs Haar dem Original. Und genauso wie Lindenberg mit seinem Panikorchester immer eine super Show abliefert, bringen „Der Udonaut und die Paniker“ in kürzester Zeit die Stimmung auf der Altenkirchener Glockenspitze zum Kochen. Bei einer fast dreistündigen Performance begeht die Band aus Hamburg eine musikalische Zeitreise mit den besten Hits aus der Ära Lindenberg.

Dabei werden sowohl rockige Lieder wie „Bunte Republik Deutschland“ als auch sanftere Klassiker wie „Cello“ zum Besten gegeben. Viele Zuschauer unterschiedlicher Altersklassen werden an dem Abend Zeuge eines feurigen Spektakels der Rockmusik. Auch die Band ist begeistert von der guten Stimmung bei ihrem ersten Livekonzert nach der Corona-Pause: „Es geht ja ab wie ein Zäpfchen in Altenkirchen“, schnarrt der „Udonaut“ deshalb in der typisch verwaschenen, vom Eierlikör geölten Stimmfarbe Lindenbergs. Allen Anwesenden, Band, Zuschauern und Veranstaltern des vom Haus Felsenkeller auf die Beine gestellten Open-Air Sommers merkt man an, wie froh sie sind, endlich wieder Konzerte erleben zu können. Bei den einzelnen Songs stellt jedes Mitglied der Paniker sein Talent unter Beweis.

So führt beispielsweise Pianist Jens Pape seine unglaubliche Fingerfertigkeit am Klavier vor, während Bassist Christian Hähnel, Roland „Richie“ Milke an der Ukulele und Gitarrist Oliver Schröder ihre Fähigkeiten in perfekt aufeinander abgestimmten instrumentalen Sequenzen demonstrieren. „Udonaut“ Dominik Feist und Jasmin Antic überzeugen mit ihren besonders volltönenden und kraftvollen Stimmen.

Zwischen den einzelnen Songs spricht Feist auch gerne mal mit dem Publikum und haut dabei viele der klassischen Floskeln Lindenbergs raus, was zu einigen Lachern führt.
Schlagzeuger Julien Kravetz liefert den richtigen Beat und Organist Chris Hartel bringt das Akkordeon bei „Goodbye Sailor“ zum Klingen. Dominik Feist liebt es, in die Rolle Lindenbergs zu schlüpfen. „Ich war schon immer eine Rampensau und lebe und fühle den Auftritt als Udo“, sagt Feist. Als Zuschauer merkt man der Band die Liebe zu den Songs und die Begeisterung für Udo Lindenberg an. Die fette Zugabe am Ende spricht dabei für sich.

Von Lina Sophie Schmidt 6. Juli 2021, 13:36 Uhr

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